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  Ein Dokument der Industriegeschichte

Die Baumwollspinnerei wurde 1885 von Max Schuler aus Wetzikon (Schweiz) als erstes Textilunternehmen in St. Ingbert gegründet. Die Fabrikation der Baumwollspinnerei bestand in der Herstellung roher, einfacher und feiner Baumwollgarne und Zwirne, die später in Futterstoffwebereien, Strumpfwebereien, Nähfaden- und Spitzenfabriken, sowie Trikotagebetrieben weiterverarbeitet wurden.
Die einzelnen Arbeitsgänge erfolgten ausschließlich maschinell. Im Schnitt produzierten 230 Mitarbeiter monatlich 35.000 kg Garn. Die Produktionsgebäude wurden im Laufe der Jahre mehrfach erweitert bzw. um- und rückgebaut.

Im Oktober 1964 wurde die Produktion wegen der schlechten Ertragslage, ausgelöst durch die zollfreie Einfuhr billiger Garne aus dem Ausland, eingestellt.

In der Zeit von 1964-1997 wurde die ehemalige Baumwollspinnerei von der Bundeswehr als MOB-Stützpunkt (Sanitätsdepot) genutzt. Untergebracht waren 3 Reservelazarettgruppen mit jeweils einer Kapazität eines 1000-Betten Krankenhauses, sowie 5 Krankentransportzüge. Im Sommer 1997 wurde im Rahmen der Reduzierung der Truppenteile der Bundeswehrstandort in St. Ingbert aufgelöst.

Historisch stellt die Baumwollspinnerei ein Dokument des sachlichen Funktionalismus im Industriebau der Jahrhundertwende dar.

Der Gebäudekomplex wurde 1992 unter Denkmalschutz gestellt.